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Hauptschule wird keine "Restschule"

Rainer Sander

Rainer Sander von der Landesschulbehörde informierte Schulausschussmitglieder

Die Mitglieder des Stadtrates sollen jetzt entscheiden, ob sie dem Wunsch der beiden Rektoren der Hauptschule und der Realschule nachkommen, beide Schulen organisatorisch zusammenzufassen. Über die Situation an den beiden Schulen und über Vor- und Nachteile einer solchen organisatorischen Einheit informierte jetzt Rainer Sander von der Landesschulbehörde Osnabrück, Außenstelle Vechta, die Mitglieder des Schulausschusses sowie über 30 Zuhörer, die zur Sitzung gekommen waren.


Die Quote der Schüler, die von der Klasse vier in die Hauptschule gewechselt sind, sei mit 20,7 Prozent (Schuljahr 2008/2009) relativ hoch gewesen, so dass mit 35 Schülern zwei Klassen gebildet werden konnten, erläuterte Sander. Er rechnet jedoch damit, dass bereits im kommenden Schuljahr nur noch 26 Schüler von der vierten Klasse in die fünfte Klasse Hauptschule wechseln würden. Dieses wäre zumindest für ein Jahr unproblematisch. Da aber sowohl die Haupt- als auch die Realschule dauerhaft zweizügig geführt werden müssten, blieben der Hauptschule zwei Alternativen über. Entweder sie kooperiert mit einer anderen Schule – dies kann mit der Real-, aber auch mit einer anderen Hauptschule geschehen. Oder sie arbeite organisatorisch als Einheit mit der Realschule zusammen.


In diesem Falle würden die Schulzweige erhalten bleiben. Die Lehrkräfte wären dann aber als Gesamtkollegium für beide Schulzweige verantwortlich. Da er davon ausgehe, dass die Hauptschule langfristig weniger als 180 Schüler beschulen werde, würde sie als eigenständige Hauptschule keinen Anspruch mehr auf einen Konrektor haben,so  Sander weiter. Auch die Fachlehrerversorgung in den Kurzfächern fehle und ein differenziertes Unterrichtsangebot in den Fachleistungs- und Neigungsfächern werde  erschwert. Befürchtungen, die Hauptschule würde bei einer Zusammenlegung Nachteile bekommen, wies er zurück: „Die Hauptschule wird keine Restschule werden.“

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Text/Foto: Niehues - Oldenburgische Volkszeitung



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