Handys für Hummel, Biene & Co.

NABU startet mit Sammlung von Althandys – Sammelboxen im Rathaus

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Dinklage. Mehr als 124 Millionen defekte oder alte Mobiltelefone sollen mit steigender Tendenz nach jüngsten Erkenntnissen von Herstellern in deutschen Haushalten schlummern. Nach der durchschnittlichen Nutzungsdauer von zwei bis drei Jahren verschwinden diese meist in irgendwelchen Schubladen. Das ist sehr schade, denn diese Geräte enthalten wertvolle Rohstoffe, die verloren sind, wenn sie - verbotenerweise - im Hausmüll landen.

Damit diese Rohstoffe wieder aufbereitet oder recycelt werden können, hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) eine bundesweite Aktion zur Sammlung von Althandys gestartet. Auch im Dinklager Rathaus sowie an der Außenstelle an der Rombergstraße 10 stehen zwei Sammelboxen für nicht mehr benötigte Handys. Bereits seit dem Jahr 2006 setzt sich der NABU dafür ein, Handys fachgerecht zu recyceln und möchte mit der Aktion „Handys für Hummel, Biene & Co.“ mehr Elektrogeräte wiederverwenden und in den Materialkreislauf zurückführen.

„Durch Wiederaufbereitung erhalten Handys ein zweites Leben“, sagt Dinklages Klimaschutzmanager André Woelk, der die NABU-Aktion unterstützt. Beim Recycling wiederum könnten etwa 80 Prozent der Bestandteile eines Handys wiederverwertet werden, heißt es weiter. „Dabei ersetzen die wiedergewonnenen Rohstoffe neues Material, das sonst in der Natur abgebaut werden müsste“, so Woelk.

Zur Herstellung der unterschiedlichen Handybauteile werden über 60 verschiedene chemische Elemente benötigt, die weltweit abgebaut und gefertigt werden, heißt es seitens des NABU. Weltweit seien 2019 über 1,8 Milliarden Handys verkauft worden. Ein Smartphone enthalte nach einer Untersuchung des Öko-Instituts ungefähr 306 Milligramm Silber und 30 Milligramm Gold; in einem Akku steckten 6,3 Gramm Kobalt, so der NABU weiter.

„Das hört sich wenig an“, sagt Stefan Dettmer von der Dinklager NABU-Ortsgruppe. „Doch wenn man eine Tonne Althandys zu Grunde legt, befinden sich darin 250 Gramm Gold, ergänzt Josef Taphorn. Es müssten rund 62,5 Tonnen Golderz abgebaut werden, um dieselbe Menge Gold zu gewinnen, so Taphorn weiter.

Auch Ines Schmunkamp und Stefan Taute vom Dinklager NABU rufen dazu auf, die Althandys beim NABU abzugeben. Das Entsorgen von Althandys im Hausmüll sei verboten und schade der Umwelt. Da sei das fachgerechte Recyceln und Wiederaufbereiten eine großartige Alternative. Besitzer von Althandys brauchen sich keine Sorgen um die auf dem Gerät eventuell noch vorhandenen Daten machen. „Es findet eine datenschutzkonforme Löschung statt“, sagen die Mitglieder des Dinklager NABU.

Das durch das Wiederverwerten und Recyceln der gesammelten Althandys erwirtschaftete Geld fließt in den NABU Insektenschutzfonds. Mit Hilfe des Fonds werden unter anderem Ackerrandstreifen zu Blühstreifen umgewandelt, bunt blühende Wiesen und Weiden angelegt oder auch Hecken gepflanzt. Mit einem Insektenmonitoring stellt der NABU fest, wie sich die Insektenbestände auf diesen Flächen entwickeln. Weitere Ziele dieses Fonds sind die Information der breiten Öffentlichkeit über die wichtige Funktion von Insekten sowie die Vorstellung einfacher und effektiver Möglichkeiten wie Insektenschutz auch im Kleinen funktionieren kann.


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