Breitband-Ausbau in Dinklage läuft auf Hochtouren

Deutsche Glasfaser, das Generalunternehmen und die Stadt sind mit den bisherigen Arbeiten sehr zufrieden

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Von Frederik Böckmann (Oldenburgische Volkszeitung)

Dinklage. Dank eines Glasfaserkabels mit Highspeed im Internet surfen – was so einfach klingt, löste um den Jahreswechsel in Dinklage viele Diskussionen aus. Vor allem in sozialen Netzwerken wurden in den Monaten Januar und Dezember die Vor- und Nachteile eines Breitbandanschlusses abgewogen. Am 10. Februar gab es dann die erlösende Nachricht für die Stadt, die Gewerbetreibenden und alle anderen Haushalte, die sich für das Gigabit-Zeitalter entschieden: Denn die Vorvermarktung des Unternehmens aus Borken war erfolgreich.

Fast drei Monate nach dem Start der Ausbauarbeiten am 27. März haben Vertreter der Stadt, der Deutschen Glasfaser und des beauftragten Generalunternehmens MiH ein sehr positives Zwischenfazit gezogen. Die Arbeiten liefen weitestgehend reibungslos, es gebe ganz wenige unzufriedene Bürger, kaum Schäden – ist der einhellige Tenor. „Der Landkreis Vechta ist für uns schon ein Vorzeigeprojekt“, sagt Thomas Engbers als zuständiger Bauleiter der Deutschen Glasfaser und meint damit ausdrücklich auch die parallel laufenden Arbeiten in Neuenkirchen-Vörden, Holdorf und Visbek.

Exakt 1630 Dinklager Haushalte hatten bis zum vergangenen Freitag einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser unterschrieben, erklärte Bauleiter Engbers. Die vom Unternehmen öffentlich immer wieder ausgegebene, zwingend notwendige 40-Prozent-Marke (1700 von 4300 Haushalten) erreichte die Deutsche Glasfaser in Dinklage damit zwar knapp nicht. Der Ausbau in der jungen Stadt am Burgwald scheint sich für den Internetanbieter wirtschaftlich aber wohl trotzdem zu lohnen. Zumal traditionell immer noch rund zehn Prozent der Haushalte während der Bauphase einen Vertrag abschließen, erklärte Engbers. Dies sei auch weiterhin möglich. „Versorgt werden alle, die noch wollen.“ Die Glasfaser-Kabel werden bei den Nachzüglern allerdings erst dann verlegt, wenn das gesamte Projekt beendet ist, „ansonsten gibt es keine Nachteile“, sagt Engbers.

Die Stadt Dinklage selbst hat Verträge für sechs ihrer Liegenschaften unterzeichnet: Neben dem Rathaus und der Nebenstelle an der Rombergstraße auch für die Standorte Feuerwehr, Freibad, Hallenbad H2O und für den neuen Bauhof. Darüber ist Frank Bittner froh. Die Corona-Krise zeige eindeutig, wie wichtig schnelles Internet sei, sagt der Bürgermeister.

In der Verwaltung ist zugleich die Erleichterung groß, dass es nach den zum Teil erhitzt geführten Diskussionen nun offenbar wenig Klagen gibt. Das führt Bürgermeister Frank Bittner unter anderem auch auf Heribert Albers zurück. Der frühere Bauamtsleiter ist als 450-Euro-Kraft als Bindeglied zwischen Verwaltung und der Deutsche Glasfaser eingestellt. Er koordiniert, beantwortet Fragen der Bürger und hilft dem beauftragten Generalunternehmen MiH.

Das hatte bis Freitag 19 von 107 Abschnitten – mit einer Länge von mindestens 600 bis 700 Metern – im gesamten Stadtgebiet abgenommen, sagt Projektleiter Petrovski Ljubisha. Die Haupttrasse habe übrigens eine Länge von 60 Kilometern. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten, die von rund 20 Mitarbeitern in Vierer-Kolonnen an sechs Tagen der Woche erfolgen, beendet sein. Die Aktivierung an das Glasfasernetz soll bis zum ersten Quartal 2021 erfolgen. „Wir liegen voll im Zeitplan“, sagen die Engbers und Ljubish unisono.

Der eigenwirtschaftliche Ausbau der Deutschen Glasfaser in den vier Kommunen hängt übrigens nicht mit der sogenannten Breitbandinitiative zusammen. Diese Kooperation des Landkreises Vechta mit dem Anbieter Vodafone betrifft ausschließlich die schlecht versorgten Außengebiete der Kommunen mit einer Datenrate von unter 30 Mbit pro Sekunde.

In Holdorf ist jeden Donnerstag das Baubüro der Deutschen Glasfaser Holding GmbH an der Großen Straße 37 (ehemalige Kreuzapotheke) von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr für Auskünfte geöffnet. Das Baubüro in Visbek an der Hauptstraße 16 ist jeden Mittwoch von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet. Mehr Informationen gibt es auch unter www.deutsche-glasfaser.de im Internet.

 

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